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Daten vom alten aufs neue Handy übertragen: Anleitung
Von der RatenScout Redaktion · Zuletzt geprüft am · 6 Min. Lesezeit
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Kurz gesagt
Für den Datenumzug lädst du beide Geräte auf, machst ein vollständiges Backup und startest dann die Übertragung direkt aus der Ersteinrichtung des neuen Handys. Bei gleichem Betriebssystem wandert fast alles mit, beim Wechsel zwischen Android und iOS bleiben Zahlungskarten, Passkeys und einige App-Daten zurück. Das

Apple
iPhone 17
Das aktuelle iPhone für alle
Der Datenumzug scheitert selten an der Technik. Er scheitert daran, dass jemand das neue Handy schnell durch die Ersteinrichtung klickt, um es endlich zu benutzen. Genau dabei geht das Zeitfenster verloren, in dem die Systeme fast alles automatisch kopieren.
Der Umzug funktioniert nur einmal richtig: in der Ersteinrichtung
Sowohl iOS als auch Android bieten die vollständige Übernahme ausschließlich beim allerersten Start eines Geräts an, also solange es noch im Auslieferungszustand ist. Wer diesen Bildschirm überspringt und sich einfach mit seinem Konto anmeldet, bekommt Kontakte, Mails und teilweise Apps, aber nicht das komplette Abbild mit App-Daten, Homescreen-Anordnung, WLAN-Passwörtern und Systemeinstellungen.
Der Weg zurück ist unangenehm: Du müsstest das neue Handy komplett zurücksetzen und die Einrichtung erneut durchlaufen. Das ist der Grund, warum die ersten fünfzehn Minuten mit einem neuen Gerät wichtiger sind als alles danach. Nimm dir die Zeit, bevor du zum ersten Mal den Homescreen siehst.
Bevor du irgendetwas anfasst: Notiere dir das Passwort deiner Apple-ID oder deines Google-Kontos. Ohne dieses Passwort startet keine Übertragung, und ein Reset des vergessenen Passworts kann bei Apple mehrere Tage Wartezeit bedeuten.
Vorbereitung: Backup, Akku, Speicher
Beide Geräte gehören ans Ladegerät oder mindestens auf achtzig Prozent. Eine Übertragung, die bei elf Prozent Restakku abbricht, hinterlässt ein halb eingerichtetes Handy.
Dann das Backup. Beim iPhone in den Einstellungen oben auf deinen Namen, dann iCloud, dann iCloud-Backup und manuell sichern. Bei Android läuft das über Einstellungen, Google, Sicherung. Beide zeigen dir ein Datum des letzten Backups an, und dieses Datum ist der eigentliche Punkt: Steht dort etwas von vor drei Wochen, hat die automatische Sicherung nicht funktioniert, meist weil der iCloud-Speicher voll ist.
Wenn der Cloud-Speicher nicht reicht, ist das kein Grund, ein Abo abzuschließen. Ein lokales Backup über Finder oder iTunes am Rechner nimmt alles auf, was auf die Festplatte passt. Bei Samsung übernimmt Smart Switch dieselbe Aufgabe über USB.
Räum vorher auf, was ohnehin weg soll. Alte Videos, doppelte Screenshots, Apps, die du seit einem Jahr nicht geöffnet hast. Jedes Gigabyte weniger verkürzt die Übertragung. Wie du gezielt Platz schaffst, steht im Ratgeber zu vollem Handyspeicher.
Kabel, WLAN oder Cloud: die drei Wege im Vergleich
Kabel ist der schnellste und stabilste Weg. iPhone zu iPhone funktioniert mit einem USB-C-Kabel oder Lightning-auf-USB-Adapter, Android zu Android über USB-C zu USB-C oder den mitgelieferten Adapter bei Samsung Smart Switch. Der Vorteil: Die Verbindung bricht nicht ab, wenn jemand im Haushalt einen Film streamt.
WLAN-Direktübertragung ist der bequemste Weg, weil kein Kabel nötig ist. Die Geräte bauen eine direkte Verbindung auf und funken untereinander, nicht über deinen Router. Leg sie nebeneinander hin und lass sie in Ruhe. Diese Variante dauert bei großen Fotobibliotheken spürbar länger.
Cloud ist der Weg, wenn das alte Handy defekt ist, verloren ging oder du es bereits abgegeben hast. Du meldest dich am neuen Gerät an und wählst das letzte Backup aus. Apps und Fotos laden dann nach und nach im Hintergrund, das neue Handy ist aber sofort benutzbar.
Bei der Cloud-Wiederherstellung wirkt das Handy in den ersten Stunden träge und Apps zeigen graue Platzhalter. Das ist normal und kein Defekt. Lass es über Nacht im WLAN am Strom, dann ist am Morgen alles da.
Gleiches System oder Wechsel: was wirklich zurückbleibt
Innerhalb desselben Betriebssystems wandert praktisch alles mit, bis hin zur Position der Apps auf dem Homescreen und deinen Weckern. Hier gibt es wenig zu entscheiden.
Beim Wechsel zwischen Android und iOS sieht es anders aus, und zwar in beide Richtungen. Die Übertragungs-Apps holen Kontakte, Kalender, Fotos, SMS und Browser-Lesezeichen. Was nicht mitkommt:
- Gekaufte Apps und In-App-Käufe. Die Lizenz hängt am App Store beziehungsweise an Google Play. Ein bezahlter Kauf im einen Store gilt im anderen nicht.
- App-Daten der meisten Drittanbieter. Die App wird neu installiert, dein Spielstand oder deine Notizen kommen nur mit, wenn der Anbieter selbst ein Cloud-Konto anbietet.
- Zahlungskarten in Wallet oder Google Pay. Karten musst du am neuen Gerät neu hinterlegen, inklusive Freigabe durch die Bank.
- Passkeys und manche Zwei-Faktor-Apps. Plane hier Zeit ein und prüfe vorher, ob du Zugriff auf die Wiederherstellungscodes hast.
- eSIM. Die Mobilfunkverbindung ist kein Teil des Datenumzugs. Wie das getrennt läuft, erklärt die Anleitung zum eSIM einrichten.
Mein Standpunkt dazu: Wenn du zwischen den Systemen wechseln willst, tu es beim Gerätewechsel und nicht später. Je länger du auf einem System bleibst, desto mehr Abos, Passkeys und Käufe hängen daran, und desto teurer wird der Wechsel in Nerven.
Passende neue Geräte für den Umzug
Egal welche Richtung du gehst, die Übertragungswerkzeuge sind bei allen aktuellen Geräten an Bord. Wenn du dir dein nächstes Handy erst noch aussuchst, findest du in unserer aktuellen Geräteauswahl die Modelle, die sich ohne Vertrag in Monatsraten aufteilen lassen.
Beim Speicher gilt: Der Datenumzug zeigt dir schwarz auf weiß, wie viel du tatsächlich belegst. Liegst du am alten Gerät dauerhaft am Limit, nimm beim neuen die größere Variante. Wie sich die Rate über die Laufzeit verteilt, kannst du im Ratenrechner durchspielen.
Checkliste, bevor das alte Handy zurückgesetzt wird
Warte damit mindestens drei bis sieben Tage. In dieser Zeit fällt auf, was fehlt, und das alte Gerät ist dann noch da.
- Zwei-Faktor prüfen. Melde dich testweise bei Banking-App, Mail und den wichtigsten Konten am neuen Handy an. Genau hier klemmt es am häufigsten.
- Fotos zählen. Vergleiche die Anzahl der Bilder in der Galerie beider Geräte. Zahlen, die nicht übereinstimmen, sind ein Hinweis auf eine unvollständige Übertragung.
- Nachrichten öffnen. Sind alte WhatsApp-Chats samt Medien da? Medien sind der Teil, der bei Backups gern fehlt.
- Wallet und Tickets. Bahntickets, Bordkarten, Kundenkarten, Türcodes.
- Authenticator umziehen. Nutze die Exportfunktion, nicht den Reset, sonst sperrst du dich aus.
- Abmelden. Am alten Gerät aus iCloud beziehungsweise dem Google-Konto abmelden, damit die Aktivierungssperre gelöst wird. Ein Gerät mit aktiver Sperre lässt sich weder verkaufen noch in Zahlung geben.
- SIM oder eSIM. Physische SIM entnehmen, eSIM-Profil erst löschen, wenn das neue Handy telefoniert.
- Erst dann zurücksetzen. Werkseinstellungen über die Systemeinstellungen, nicht per Tastenkombination.
Gibst du das alte Handy an einen Ankaufdienst oder im Rahmen einer Finanzierung zurück, gelten strengere Anforderungen an das Löschen. Die Details stehen im Ratgeber zum sicheren Datenlöschen vor der Rückgabe.
Wenn das alte Handy schon kaputt ist
Ein Display ohne Funktion heißt nicht automatisch, dass die Daten weg sind. Solange das Gerät startet, lässt es sich oft per USB-Maus und Adapter bedienen oder am Rechner sichern. Bleibt der Bildschirm schwarz, ist das letzte Cloud-Backup dein Anker, und dessen Datum entscheidet über den Schaden. Was in so einer Lage sonst noch ansteht, steht im Ratgeber zum schnellen Ersatz bei defektem Handy.
Häufige Fragen
Wie lange dauert die Datenübertragung auf ein neues Handy?
Per Kabel meist 20 bis 60 Minuten bei einem gut gefüllten Speicher, per WLAN-Direktübertragung deutlich länger. Über die Cloud kommt die Zeit für den Download aller Fotos und Apps dazu, die je nach Leitung mehrere Stunden im Hintergrund laufen kann.
Kann ich Daten von Android auf iPhone übertragen?
Ja, über die App Move to iOS, die du während der Ersteinrichtung des iPhones startest. Sie holt Kontakte, Nachrichten, Fotos, Kalender und Lesezeichen. Apps werden nur als iOS-Gegenstücke vorgeschlagen, nicht mit ihren Inhalten kopiert.
Was passiert mit meinen WhatsApp-Chats?
Innerhalb desselben Betriebssystems reicht das WhatsApp-Backup in iCloud oder Google Drive. Beim Wechsel zwischen Android und iOS brauchst du die integrierte Chat-Übertragung per Kabel oder QR-Code, die WhatsApp direkt in der Einrichtung anbietet.
Muss ich vorher ein Backup machen, wenn ich per Kabel überträgt?
Pflicht ist es nicht, sinnvoll schon. Bricht die Übertragung ab oder fehlt später etwas, ist das Backup dein zweiter Versuch. Es kostet dich nur die Zeit, in der das alte Handy am Ladegerät im WLAN hängt.
Wann darf ich das alte Handy zurücksetzen?
Erst nach ein paar Tagen normaler Nutzung des neuen Geräts und wenn Login, Zwei-Faktor-Apps, Banking, Fotos und Nachrichten geprüft sind. Vorher meldest du dich aus den Konten ab und entfernst die Aktivierungssperre.
Übertragen sich auch Passwörter und Zwei-Faktor-Codes?
Passwörter aus dem Systemschlüsselbund oder dem Google Passwortmanager kommen mit. Authenticator-Apps musst du oft separat migrieren, entweder über deren Exportfunktion oder indem du die Konten am neuen Gerät neu koppelst.
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Hinter RatenScout

Michael Gorbunow
Gründer und Herausgeber · Nordhessen
Michael Gorbunow ist Gründer und Herausgeber von RatenScout. Als Entwickler und Webdesigner aus Nordhessen hat er die Seite gestartet, um die 0 % Handyfinanzierung ohne Vertrag transparent und vergleichbar zu machen. Er verantwortet die redaktionellen Standards: Jeder Ratgeber wird auf sachliche Richtigkeit und gegen die geltenden Werberegeln geprüft.
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