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Handy-Finanzierung Laufzeit: 6, 12, 18 oder 24 Monate?

Von der RatenScout Redaktion · Zuletzt geprüft am · 5 Min. Lesezeit

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Kurz gesagt

Die Laufzeit teilt bei 0 % nur den Gerätepreis auf, der Gesamtbetrag bleibt gleich. Die eigentliche Entscheidung ist deshalb keine Preisfrage, sondern wie lange du dich binden willst. Kurze Laufzeit heißt höhere Rate und schnelle Freiheit, lange Laufzeit heißt kleine Rate und Jahre mit offener Verbindlichkeit.

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Warum die Laufzeit keine Rechenfrage ist

Bei einer 0-%-Finanzierung lohnt es sich, kurz zu zerlegen, was die Laufzeit überhaupt tut. Sie schraubt nicht am Preis. Es fällt kein Zins an, der Gesamtbetrag entspricht dem Gerätepreis, egal ob du auf 6, 12, 18 oder 24 Monate verteilst. Die Laufzeit zerlegt diesen einen Betrag in gleich große Monatsraten, mehr nicht.

Der Hebel sitzt woanders. Mit der Laufzeit legst du fest, wie lange du dein monatliches Budget bindest und wie lange eine offene Verbindlichkeit in deiner Schufa steht. Genau das, und nicht die Rate, solltest du als Erstes durchdenken.

Die Finanzierung läuft unabhängig vom Mobilfunkvertrag. Du kaufst das Gerät auf Raten, deinen Tarif wählst du separat. Mehr dazu im Ratgeber zu Handys auf Raten ohne Vertrag.

Wie sich die Laufzeiten konkret unterscheiden

Ein Rechenbeispiel macht die Aufteilung greifbar:

Rechenbeispiel
Gerätepreis1.200,00 €
Laufzeit24 Monate
Monatsrate50,00 €
Nettodarlehensbetrag 1.200,00 €, gebundener Sollzins 0 % p.a., 0 % effektiver Jahreszins, Gesamtbetrag 1.200,00 €. Neutrales Aufteilungs-Beispiel zur Veranschaulichung, kein beworbener Produktpreis. Darlehensgeber: Consors Finanz, BNP Paribas S.A. Niederlassung Deutschland, Rüdesheimer Straße 1, 80686 München. Abschluss nur nach Bonitätsprüfung.

Im Partner-Shop sind 6, 12, 18 und 24 Monate zinsfrei wählbar, alle zu 0 %. Längere Laufzeiten gibt es dort nur mit Zins. Bei 12 Monaten ist die Monatsrate doppelt so hoch wie bei 24 Monaten, bei 6 Monaten viermal so hoch. Der Gesamtbetrag bleibt in jedem Fall identisch.

6 Monate: Nach einem halben Jahr bist du fertig, dafür ist die Rate die höchste der vier. Passt, wenn du den Betrag eigentlich schon fast beisammen hast und ihn nur über ein paar Gehälter strecken willst.

12 Monate: Du bist nach einem Jahr durch, die Rate ist immer noch hoch. Passt, wenn dein Budget sie locker trägt und du dich nicht lange binden willst.

18 Monate: Der Mittelweg. Die Rate liegt ein Drittel unter der 12-Monats-Rate, und nach anderthalb Jahren ist das Gerät bezahlt.

24 Monate: Die kleinste Rate. Die monatliche Belastung liegt bei der Hälfte der 12-Monats-Rate, dafür läuft die Verbindlichkeit zwei Jahre. In dieser Zeit kann sich dein Einkommen ändern, dein Bedarf oder das Geräteangebot.

Was du vor der Entscheidung prüfen solltest

Vier Punkte führen dich zur passenden Laufzeit.

Dein monatliches Budget: Rechne nicht mit dem Maximum, das gerade noch ginge, sondern mit einem Betrag, der auch in einem teuren Monat komfortabel sitzt. Macht die 12-Monats-Rate dein Budget in engen Wochen knapp, nimm 18 oder 24 Monate.

Deine Planung: Ein Jobwechsel, ein Umzug oder eine größere Anschaffung in den nächsten zwei Jahren verschiebt deinen Spielraum. Je unsicherer deine Lage, desto eher trägt dich die kleinere Rate über mehr Monate.

Das Gerät selbst: Bei einem teuren Flaggschiff schlägt der Gerätepreis bei kurzer Laufzeit als spürbare Monatsrate durch. Bei einem Mittelklasse-Modell fällt der Abstand zwischen den Laufzeiten deutlich kleiner aus.

Deine Nutzungsdauer: Laufzeit und Nutzungsdauer sind zwei verschiedene Zeiträume, sie müssen nicht gleich lang sein. Behältst du dein Handy drei Jahre und zahlst es über 24 Monate ab, liegt das letzte Jahr der Nutzung hinter der letzten Rate: Das Gerät läuft weiter, die monatliche Zahlung ist beendet. Planst du den Wechsel schon vor der letzten Rate, gilt die Rechnung andersherum.

Plane vom Wechsel her, nicht von der Rate. Wenn du weißt, dass du in anderthalb Jahren ohnehin ein neues Gerät willst, ist eine Laufzeit von 12 oder 18 Monaten oft die sauberere Wahl, auch wenn die Rate höher liegt. Du bist früh schuldenfrei und gehst ohne Altlast in die nächste Entscheidung. Eine 24-Monats-Rate würdest du sonst noch zahlen, während das Gerät längst getauscht ist.

Die Laufzeit ist keine Einbahnstraße

Ein Punkt entschärft die ganze Abwägung, und er ist vielen nicht bewusst: Du darfst jederzeit vorzeitig tilgen. Bei einem Verbraucherdarlehen sichert § 500 BGB dieses Recht zu, ganz oder in Teilen, ohne dass du einen Grund nennen musst.

Bei einem verzinsten Kredit kostet das üblicherweise eine Vorfälligkeitsentschädigung, weil dem Kreditgeber Zinsen entgehen. Bei 0 % gibt es keine Zinsen, die entgehen könnten, deshalb bleibt für eine solche Entschädigung in der Regel kein Raum. Wie dein Vertrag die Abwicklung im Einzelnen regelt, steht in den Vertragsunterlagen; nachlesen lohnt vor der Unterschrift und nicht erst, wenn die Ablösung ansteht.

Praktisch heißt das: Die 24 Monate sind eine Obergrenze, keine Verpflichtung. Wer schwankende Einkünfte hat, kann die längere Laufzeit als Sicherheitsnetz wählen und trotzdem schneller fertig werden, sobald es das Budget hergibt. Was bei Widerruf, Rücktritt und vorzeitiger Ablösung sonst noch gilt, steht im Ratgeber zu Widerrufsrecht und Rücktritt.

Geräteauswahl und Laufzeit: zwei getrennte Fragen

Manche legen erst eine Wunschrate fest und suchen dann ein Gerät dazu. Andere wählen das Gerät und stellen die Laufzeit danach ein. Beide Wege funktionieren, solange du sie nicht vermischst und die Rate nicht zum versteckten Argument für eine längere Bindung machst.

Aktuelle Geräte, für die du eine Laufzeit von 6, 12, 18 oder 24 Monaten wählen kannst:

Alle verfügbaren Geräte siehst du auf der Startseite. Welche Rate ein bestimmter Gerätepreis bei welcher Laufzeit ergibt, rechnest du dir im Ratenrechner durch, bevor du dich festlegst.

Bonität und Laufzeit: was der Kreditgeber sieht

Die Schufa und andere Auskunfteien sehen bei jeder Finanzierung eine offene Verbindlichkeit. Eine längere Laufzeit hält diesen Eintrag länger aktiv. Kein Grund, reflexhaft die kürzeste Laufzeit zu nehmen, aber ein Faktor, den du kennen solltest.

Laufen bei dir mehrere Finanzierungen parallel, kann das die Bonität belasten, auch wenn du jede Rate pünktlich zahlst. Details dazu erklärt der Ratgeber zur Schufa und Bonität bei der Handy-Finanzierung.

Eine Finanzierung, die du nicht stemmen kannst, schadet deiner Bonität dauerhaft. Dann ist die längere Laufzeit mit kleinerer Rate die solidere Wahl, nicht die kurze, die dich Monat für Monat in Bedrängnis bringt.

Was 0 % konkret bedeutet

Bei dieser Finanzierungsform fällt kein Zins an. Der Betrag, den du am Ende gezahlt hast, entspricht dem Gerätepreis zum Kaufzeitpunkt. Die Laufzeit verschiebt diesen Betrag nicht, du entscheidest nur über die Aufteilung. Wie das Modell im Hintergrund funktioniert und wer die Kosten trägt, erklärt der Ratgeber zur 0-%-Finanzierung für Handys.

Wenn die Finanzierung abgelehnt wird

Eine Ablehnung hängt fast immer an der Bonität oder an fehlenden Unterlagen, nicht an der gewählten Laufzeit. Eine kürzere Laufzeit macht eine abgelehnte Anfrage also nicht plötzlich genehmigungsfähig. Was du in diesem Fall tun kannst, beschreibt der Ratgeber zu den Gründen für eine abgelehnte Handy-Finanzierung.

Häufige Fragen

Was ändert sich am Gesamtbetrag, wenn ich eine längere Laufzeit wähle?

Bei einer 0-%-Finanzierung ändert sich der Gesamtbetrag nicht. Du zahlst denselben Betrag, verteilt auf mehr Monate.

Kann ich die Finanzierung vorzeitig zurückzahlen?

Ja. Bei einem Verbraucherdarlehen darfst du jederzeit ganz oder teilweise vorzeitig tilgen; das ist in § 500 BGB geregelt. Weil bei 0 % kein Zins anfällt, bleibt für eine Vorfälligkeitsentschädigung in der Regel kein Raum. Die konkrete Abwicklung steht in deinem Kreditvertrag.

Welche Laufzeit ist bei teuren Smartphones sinnvoll?

Bei hohen Gerätepreisen verteilt eine längere Laufzeit die Belastung auf kleinere monatliche Beträge. Ob das passt, hängt von deinem Budget und davon ab, wie flexibel du bleiben willst.

Beeinflusst die Laufzeit die Bonitätsprüfung?

Der Kreditgeber prüft deine Bonität unabhängig von der Laufzeit. Eine längere Laufzeit bedeutet mehr Monate mit einer offenen Verbindlichkeit, was Scoring-Modelle berücksichtigen können.

Was passiert, wenn ich eine Rate nicht zahlen kann?

Zahlungsverzug kann zu Mahngebühren und einem negativen Schufa-Eintrag führen. Bei absehbaren Engpässen solltest du frühzeitig Kontakt zum Kreditgeber aufnehmen.

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Bevor du den Antrag startest

  • Ausweis bereithalten: Die Bank prüft deine Identität online per Videoanruf oder mit Fotos von Ausweis und Gesicht samt Login ins Online-Banking, alternativ in einer Postfiliale.
  • Das setzt die Bank laut Shop voraus: Wohnsitz in Deutschland, mindestens 18 Jahre, mindestens 650 € netto im Monat, kein negativer Schufa-Eintrag und seit mindestens 3 Monaten beim selben Arbeitgeber, in einem „unbefristeten Arbeitsverhältnis mit einer Laufzeit von mindestens 12 weiteren Monaten“ (oder unbefristete Rente oder seit 24 Monaten selbstständig). Mit befristetem Vertrag frag vor dem Antrag beim Shop nach.
  • Unterlagen je nach Fall: ab 4.000 € Finanzierung (in Einzelfällen auch darunter) dein letzter Gehaltsnachweis, bei Selbstständigkeit die betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA); ohne EU-Staatsangehörigkeit eine Kopie der Aufenthaltserlaubnis.
  • Läuft alles online, also Identität per Video oder Foto und Unterschrift per SMS-TAN, kann der Shop das Gerät nach der positiven Prüfung sofort verschicken.

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Hinter RatenScout

Michael Gorbunow, Gründer und Herausgeber von RatenScout

Michael Gorbunow

Gründer und Herausgeber · Nordhessen

Michael Gorbunow ist Gründer und Herausgeber von RatenScout. Als Entwickler und Webdesigner aus Nordhessen hat er die Seite gestartet, um die 0 % Handyfinanzierung ohne Vertrag transparent und vergleichbar zu machen. Er verantwortet die redaktionellen Standards: Jeder Ratgeber wird auf sachliche Richtigkeit und gegen die geltenden Werberegeln geprüft.

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