Handy finanzieren oder Ratenkredit: der Vergleich
Von der RatenScout Redaktion · Zuletzt geprüft am · 4 Min. Lesezeit
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Kurz gesagt
Die 0 % gelten nur für den Handykauf selbst, den Antrag erledigst du beim Kauf. Der Ratenkredit gibt dir freies Geld und mehr Spielraum bei Laufzeit und Betrag, dafür läuft er über die Bank und braucht einen eigenen Antrag. Wer nur das Handy will, fährt mit der Gerätefinanzierung direkter.

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Du willst ein neues Handy und die Kaufsumme nicht auf einmal ausgeben. Zwei Wege stehen offen: die 0-%-Finanzierung direkt beim Kauf oder ein freier Ratenkredit von deiner Bank, mit dem du das Handy dann selbst bezahlst. Beide enden in einer Monatsrate, aber sie funktionieren grundverschieden. Der Unterschied entscheidet, welcher Weg zu deinem Kauf passt.
Die Zweckbindung der 0 % ist der eigentliche Unterschied
Die meisten Vergleiche starten beim Zins. Der wichtigere Hebel liegt woanders: Die 0 % der Gerätefinanzierung hängen an genau diesem Kauf. Du wählst das Gerät und beantragst die Finanzierung im selben Schritt. Beim Shop unseres Partners eröffnet die Consors Finanz dafür einen Kreditrahmen mit Mastercard auf deinen Namen. Zinsfrei ist darin nur der Ratenplan für diesen Einkauf. Zahlst du über den Rahmen später weitere Einkäufe in Raten ab, kostet das Zinsen.
Ein Ratenkredit ist das Gegenteil. Die Bank überweist dir einen Geldbetrag, was du damit machst, ist deine Sache. Handy, Möbel, Restschuld von woanders, alles möglich. Diese Freiheit klingt erst mal besser, kostet aber: freie Kredite tragen fast immer einen effektiven Jahreszins, weil die Bank ihr Geld ohne Bindung an eine Ware verleiht.
Wie unterscheiden sich die Zinsen konkret?
Eine 0-%-Gerätefinanzierung kommt ohne Zinsen und ohne Finanzierungsaufschlag aus. Der Gesamtbetrag am Ende bleibt der Gerätepreis, aufgeteilt auf die Monatsraten. Wie diese Aufteilung rechnerisch aussieht, macht ein Beispiel klarer als jede Beschreibung.
Beim freien Ratenkredit rechnet die Bank einen effektiven Jahreszins auf die Summe. Was das im Detail bedeutet und wie du zwei Angebote sauber vergleichst, steht im Ratgeber zum effektiven Jahreszins bei der Gerätefinanzierung. Für den reinen Handykauf spricht das für die 0-%-Variante beim Kauf, weil dein Gesamtbetrag sich nicht ändert.
Flexibilität: wo der Ratenkredit wirklich vorne liegt
Der Ratenkredit spielt seinen Vorteil aus, sobald mehr als ein Handy im Spiel ist. Du kannst Laufzeit und Betrag freier wählen, mehrere Anschaffungen bündeln, teils Sondertilgungen leisten. Wenn du ohnehin einen Kredit aufnimmst und das Handy nur ein Posten davon ist, ergibt der freie Weg Sinn.
Für den einzelnen Handykauf dreht sich das Bild. Die Laufzeit bei der Gerätefinanzierung ist auf das Gerät zugeschnitten, meist 6, 12, 18 oder 24 Monate. Welche Laufzeit für dich passt, ist eine eigene Abwägung, die der Ratgeber zur Laufzeit-Wahl auseinandernimmt. Auch eine vorzeitige Ablösung ist bei der Gerätefinanzierung oft möglich, siehe Finanzierung vorzeitig ablösen.
Der Antragsweg entscheidet über dein Wochenende
Praktisch trennt die beiden Wege vor allem der Aufwand. Die Gerätefinanzierung beantragst du im Kaufprozess mit. Gerät in den Warenkorb, Identität und Bonität werden geprüft, bei Zusage ist der Kauf abgeschlossen und das Handy unterwegs. Ein Vorgang, ein Termin. Wie dieser Ablauf und welche Unterlagen dazugehören, zeigt der Ratgeber zum Ablauf der Handy-Finanzierung.
Der Ratenkredit ist zwei getrennte Schritte. Zuerst der Kreditantrag bei der Bank mit eigener Prüfung und Zusage, dann der Handykauf, den du selbst bezahlst. Das dauert länger und du koordinierst zwei Vorgänge. Dafür ist das Geld nicht an einen Kauf gebunden.
Die Bonität wird in beiden Fällen geprüft
Ein Punkt, den Werbung gern weglässt: eine harte Bonitätsprüfung gibt es bei beiden Wegen. Ob Gerätefinanzierung oder Ratenkredit, es entsteht eine Rückzahlungsverpflichtung, und die prüft der Anbieter. Wer denkt, die Gerätefinanzierung sei die schufafreie Abkürzung, irrt. Sie ist nur der direktere Antragsweg, nicht der prüfungsfreie.
Was in die Prüfung einfließt und wie du dich vorbereitest, findest du im Ratgeber zur Schufa und Bonität bei der Handy-Finanzierung. Und wenn deine Ausgangslage schwierig ist, hilft der Ratgeber zur Bonität verbessern vor der Gerätefinanzierung beim nächsten Schritt.
Welcher Weg passt dir?
Willst du nur dieses eine Handy und nichts weiter, ist die Gerätefinanzierung der schlankere Weg: ein Antrag, ohne Zinsen bei der 0-%-Variante, direkt im Kauf. Brauchst du freies Geld für mehrere Dinge oder willst maximale Freiheit bei Betrag und Laufzeit, ist der Ratenkredit dafür gebaut, mit dem effektiven Jahreszins als Preis für diese Freiheit.
Für den reinen Handykauf lohnt der Blick in die aktuelle Geräteauswahl mit Ratenbeispiel, dort siehst du, welche Modelle sich direkt beim Kauf finanzieren lassen.
Häufige Fragen
Ist die Gerätefinanzierung dasselbe wie ein Ratenkredit?
Nein. Die Gerätefinanzierung beantragst du im Kauf beim Finanzierungspartner des Händlers, und die 0 % gelten nur für diesen Kauf. Der Ratenkredit ist ein freier Geldbetrag von einer Bank für beliebige Zwecke. Beide zahlst du in Monatsraten zurück.
Welcher Weg hat weniger Zinsen?
Eine 0-%-Finanzierung beim Kauf kommt ohne Zinsen und ohne Finanzierungsaufschlag aus, der Gesamtbetrag bleibt der Gerätepreis. Ein freier Ratenkredit hat fast immer einen effektiven Jahreszins, sein Gesamtbetrag liegt also über der Kaufsumme. Das ist der zentrale Unterschied zwischen beiden Wegen.
Wo geht der Antrag schneller?
Die Gerätefinanzierung beantragst du direkt im Kaufprozess mit, oft in wenigen Minuten mit Identitäts- und Bonitätsprüfung. Beim Ratenkredit stellst du einen separaten Antrag bei der Bank, wartest auf die Zusage und bezahlst das Handy anschließend selbst.
Läuft die Rate bei einem Defekt weiter?
Ja, in beiden Fällen. Ob Gerätefinanzierung oder Ratenkredit, deine Rückzahlung ist von Reparatur oder Garantie unabhängig. Ein Defekt regelt sich über Gewährleistung oder Versicherung, die Raten bleiben davon getrennt und laufen weiter.
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Bevor du den Antrag startest
- Ausweis bereithalten: Die Bank prüft deine Identität online per Videoanruf oder mit Fotos von Ausweis und Gesicht samt Login ins Online-Banking, alternativ in einer Postfiliale.
- Das setzt die Bank laut Shop voraus: Wohnsitz in Deutschland, mindestens 18 Jahre, mindestens 650 € netto im Monat, kein negativer Schufa-Eintrag und seit mindestens 3 Monaten beim selben Arbeitgeber, in einem „unbefristeten Arbeitsverhältnis mit einer Laufzeit von mindestens 12 weiteren Monaten“ (oder unbefristete Rente oder seit 24 Monaten selbstständig). Mit befristetem Vertrag frag vor dem Antrag beim Shop nach.
- Unterlagen je nach Fall: ab 4.000 € Finanzierung (in Einzelfällen auch darunter) dein letzter Gehaltsnachweis, bei Selbstständigkeit die betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA); ohne EU-Staatsangehörigkeit eine Kopie der Aufenthaltserlaubnis.
- Läuft alles online, also Identität per Video oder Foto und Unterschrift per SMS-TAN, kann der Shop das Gerät nach der positiven Prüfung sofort verschicken.
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Hinter RatenScout

Michael Gorbunow
Gründer und Herausgeber · Nordhessen
Michael Gorbunow ist Gründer und Herausgeber von RatenScout. Als Entwickler und Webdesigner aus Nordhessen hat er die Seite gestartet, um die 0 % Handyfinanzierung ohne Vertrag transparent und vergleichbar zu machen. Er verantwortet die redaktionellen Standards: Jeder Ratgeber wird auf sachliche Richtigkeit und gegen die geltenden Werberegeln geprüft.
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